HBL Herren I erleben rabenschwarzen Tag

Das war nichts. Handball-Landesligist Heitersheim ist denkbar schlecht in die dritte Partie gestartet. Gegen den Favoriten HU Freiburg setzte es am Samstagabend eine herbe 31:20 (14:12) – Niederlage.

Dabei war alles bereitet für ein Handball-Fest. Endlich wieder mal 100 Zuschauer in der Jahnhalle Freiburg, große Erwartungen - doch statt eines erneuten Coups wie zuletzt gegen den TV Todtnau erlebte die Mannschaft von Trainer Uwe Holzer einen rabenschwarzen Abend. Da war nichts zu holen für die Handball Löwen.

Im Grunde war die Partie in der ersten Halbzeit absolut offen. Die Malteserstädter spielte wie aus einem Guss - als hätten sie nicht wieder einige der Leistungsträger zu kompensieren. Die Begegnung nahm von der ersten Minute an Fahrt auf. Von wegen Abtasten. Es ging direkt zur Sache. Durch den Treffer von Moritz Bermeitinger zum 0:1 in der ersten Minute starteten die Gäste mit viel Selbstvertrauen. Überhaupt war Moritz Bermeitinger mit insgesamt 10 Treffern der Mann des Spiels auf Heitersheimer Seite.

Doch der Favorit aus Freiburg ließ sich zu keiner Zeit abschütteln. Schnell gingen die Hausherren sogar mit 4:2 in Führung. Fortan machten die jungen Freiburger enormen Druck. Mit Tempohandball vom Feinsten und sportlicher Aggressivität brachten Sie die Malteserstädter mächtig in Bedrängnis. Doch die Heitersheimer trotzten mit einer guten Abwehr und einem noch besseren Tormann Niklas Meyer, der an diesem Tag sein wohl bestes Spiel bislang lieferte. In der 18. Minute konnte wiederum Moritz Bermeitinger zum 8:8 ausgleichen. Die umgehende Auszeit vom Hausherren zeigte Wirkung und die Freiburger zogen dank einem Doppelpack vom überragenden Jonas Klosa zur Halbzeitpause auf 14:12 weg.

In Halbzeit zwei nahm das Debakel seinen Lauf für die Gäste aus Heitersheim, und bei den Löwen-Fans, die so zahlreich in die Halle gekommen waren, machte sich Ernüchterung breit. Erneut Jonas Klosa machte schnell das Tor zur 15:12 –Führung der HU und ließ Schlimmes befürchten für den zweiten Durchgang.

Immerhin, die Heitersheimer zeigten nach Wiederbeginn große Moral. Ließ sich nicht hängen, und die Zuschauer in der Jahnhalle taten ihren Teil, dass der Abend nicht komplett zu einer trostlosen Veranstaltung verkam. Aber gegen diese Freiburger war am Samstagabend kein Kraut gewachsen - zumal die Fehlerquote auf Heitersheimer Seite zunahm. Nun machte sich extrem die Belastung der ersten Halbzeit bemerkbar bei dem dünnen Kader der Heitersheimer. Die Freiburger konnten munter durchwechseln. Ihre Spieler konnten über die ganzen 60 Minuten volles Tempo gehen – sich ausruhen und wieder gut erholt auf die Platte zurückkehren. Mit einem bestens eingespielten13-Mann Kader ist das bedeutend einfacher als mit dem stark dezimierten und ersatzgeschwächten Team von gerade mal 10 der Heitersheimer. Nun ging es Schlag auf Schlag – besser Tor auf Tor der Hausherren. Schnell stand es 25:12. Steigende Kraftlosigkeit und damit einhergehende Konzentrationsschwächen der Gäste machten es den Freiburgern leicht, ihre Führung stetig auszubauen. Nun war die Devise der Malteserstädter, den Schaden in Grenzen zu halten.

Trotz gute Moral und viel Charakter gelang es den Heitersheimern nicht, die deutliche Niederlage abzuwenden. Am Ende stand es 31:20 für die ambitionierten Freiburger. „Ein Blick auf den Spielbericht kann bereits eine gute Basis für die Spielanalyse liefern“, so Trainer Holzer: „warfen bei den Heitersheimern 4 Spieler die 20 Toren, waren es bei den Freiburger Hausherren gleich 11 Spieler die Tore erzielten“.