HBL mJB – HC Karsau 46:15 (20:4)

Unser Respekt gilt dem Gast aus Karsau. Der kleine Handballverein aus der Nähe von Rheinfelden nahm den weiten Weg in die Malteserhalle auf sich, ohne große Hoffnung auf einen sportlichen Erfolg mitzubringen.

Zu unterschiedlich ist das Leistungsvermögen beider Mannschaften. Karsau würde sicherlich gerne in einer Kreisklasse antreten, die mangels ausreichender Zahl von Jugendmannschaften nicht zustande gekommen ist. Ein Lob gilt den Vereinsverantwortlichen, die den Jugendspielbetrieb aufrechterhalten. Unsere Mannschaft hingegen hat nicht nur die sportliche Qualifikation für die Südbadenliga geschafft, sondern auch das Format hierzu. Es war aber die Entscheidung der Mannschaft, das erarbeitete Spielrecht nicht wahrzunehmen. In Heitersheim entwickelte sich so das ungleiche Duell zweier Mannschaften, bei dem wir mit 9:0 vorlegten. Über den Pausenstand von 20:4 kam also zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Spannung auf. Bemerkenswert ist, wie sich die Gästemannschaft zu keinem Zeitpunkt entmutigen ließ und bis zum Schluss eine Verbesserung des Ergebnisses anstrebte (und auch erreichte). Hervorzuheben ist weiter, wie unsere Mannschaft die ihr gestellten sportlichen Aufgaben löste. So gab es nicht nur strikte Vorgaben für das Angriffsspiel, sondern mussten auch verschiedene Deckungssysteme trotz der dabei noch vorhandenen Schwächen gespielt werden. Gegentore nahmen wir dabei in Kauf. Wie immer im Jugendhandball geht Entwicklung vor Ergebnis. Zusätzlich mussten sich die Spieler auf teilweise ungewohnten (= ungeliebten) Positionen behaupten. So war die umsichtig von den beiden jungen Schiedsrichtern Czeschlik/Hämmerle geleitete Partei für beide Seiten von sportlichem Wert. Und auch das heute zahlreiche Publikum hatte am Auftritt viel Freude und bejubelte mit dem Rest der Mannschaft Leons Treffer zum 40. Tor. Traditionell wird sich Leon mit einer Kiste Cola/Fanta bedanken.

Es spielten: Luka Duvnjak, Arjuna Hummert (n.e.) Luke Schaubhut (Tor); Linus Bredemeyer (3 Tore); Julien Jakoby (9); Simon Fünfgeld (4); Jakob Feuerstein (4); Leon Kalatschek (6/1); Niklas Löffler (13/3); Jonas Kruck; Ben Gerres (5) und Talat Salvarci (2). Bericht Dierk Bredemeyer